2. Medikamentenlieferung im August 2003
Am 7. August überbrachte unser Mitglied Frau Cordula Dünnebeil die zweite
Medikamenten-Hilfslieferung dieses Jahres, 18 Kisten mit 320 kg Gewicht. Wir danken ganz
herzlich der Fluggesellschaft Deutsche BA für den kostenfreien Transport der Hilfslieferung
von Berlin nach Düsseldorf! Wir danken ganz herzlich der LTU (Lufttransport-Unternehmen GmbH)
für den kostenfreien Transport von Düsseldorf nach Mombasa. Wir danken ganz herzlich den
Pharmafirmen: Hexal, Aliud Pharma, Ratiopharm, AstraZeneca und Mundipharma für die
großzügigen Medikamentenspenden. Wir danken ganz herzlich der Firma Jörg Luban, für die
Bereitstellung eines Faxgerätes für das Tawfiq-Hospital und für die Spende von
Mobilfunkzubehör. Fotos von der Übergabe der Medikamente werden veröffentlicht,
sobald diese aus Kenia eingetroffen sind.
Medikamentenlieferung im März 2003
Am 29. März 2003 überbrachte unser Mitglied Andreas Semmelmann eine 10 Kisten umfassende
Medikamenten - Hilfslieferung mit einem Gewicht in Höhe von 125 kg. Die Medizinischen
DirektHilfe in Afrika e.V. dankt den Pharma-Firmen Hexal AG und AstraZeneca GmbH für die
Medikamentenspenden und der Firma Neckermann/Thomas Cook AG für den kostenfreien Transport
der Hilfslieferung. Die Firma Hexal AG spendete Medikamente im Wert von 21.213,31 Euro. Die
Firma AstraZeneca GmbH spendete Medikamente im Wert von 6.756,55 Euro. Wir danken allen, die
unsere Hilfslieferung unterstützt haben ganz herzlich! Die nebenstehenden Fotos zeigen die
Übergabe der Medikamenten-Hilfslieferung durch Herrn Semmelmann in Malindi und in Kokotoni.
Das Ärzteteam des Tawfiq-Hospitals nahm die Medikamente, medizinischen Geräte und Brillen
freudig entgegen. Die Ärzte sind Mitglieder der MDH und führen in unserem Auftrag die
"Mobilen Sprechstunden" in abgelegenen Gegenden durch.

Hilfseinsatz in Kenia August 2002
Vom 27.07.2002 bis 11.08.2002 verbrachte ich einen Teil meines Jahresurlaubs in der
Gesundheitsstation der MDH in dem Dorf Kokotoni. In Kokotoni gibt es kein fließendes Wasser,
keinen Strom und kein Telefon. Die MDH versorgt in dieser abgelegenen Gegend bedürftige
Patienten, denen sonst keine medizinische Versorgung offen steht. Die Gesundheitsstation ist in
einer strohbedeckten Lehmhütte untergebracht. Die Kenianerin Agnes Guyo wurde von der MDH
als Krankenschwester eingestellt und versorgt täglich bedürftige Patienten, denen
ansonsten keine medizinische Versorgung offen steht. Die Gesundheitsstation der MDH ist mit
Medikamenten der Basisversorgung im Sinne von „Primary Health Care“ ausgestattet. 55% unserer
Patienten sind Kinder, 30% sind Frauen, viele davon sind schwanger.
Gemeinsam behandelten wir täglich 150 bis 200 Patienten. Morgens wachte ich vom Weinen der
Kinder auf, die mit ihren Müttern vor meiner Hütte schon auf Behandlung warteten.
Agnes und ich arbeiteten jeweils den ganzen Tag hindurch bis gegen 21 Uhr. In Kenia wird es
gegen 18 Uhr dunkel, so dass wir mit dem Licht einer Kerosin Lampe arbeiteten.
Neben der Versorgung von Patienten in der Gesundheitsstation in Kokotoni führt die MDH in
Zusammenarbeit mit unserem kenianischen Partnerkrankenhaus Tawfiq Hospital alle 3 Monate eine
„Mobile Sprechstunde“ in abgelegenen Gegenden durch.
Gemeinsam mit Dr. Kombo, der normalerweise in der Ambulanz des Tawfiq Hospital arbeitet, konnten
wir im August 2468 Patienten behandeln. Die große Zahl der Patienten konnte nur durch gute
Zusammenarbeit im Team versorgt werden. Zunächst wird jeder Patient registriert und
erhält eine Karte mit seinem Namen, einer Wartenummer und persönlichen Angaben.
Notfälle sind davon natürlich ausgenommen. Beide Ärzte werden von einer Krankenschwester
bei der Behandlung der Patienten unterstützt. Die Krankenschwester kann bei Bedarf von
lokalen Dialekten ins Englische übersetzen.
Die häufigsten Krankheiten sind Malaria, Lungenentzündung, Durchfallerkrankungen,
parasitäre Infektionen, Asthma, Allergie, Bluthochdruck, Diabetes, sowie Infektionen von
Augen und Ohren.
Der Apotheker des Tawfiq Hospital wird bei der Ausgabe der verschriebenen
Medikamente von Helfern unterstützt. Es ist sehr wichtig, den Patienten die korrekte Einnahme
der Medikamente zu erklären. Die Patienten erhalten die benötigten Arzneimittel direkt
„in die Hand“, daher der Name “Medizinische DirektHilfe in Afrika e.V.“. So wird der Missbrauch
von Spendengeldern vermieden.
Diese Patientin erlitt einen epileptischen Anfall, während sie auf Behandlung wartete.
Nach intravenöser Verabreichung eines Medikaments erholte sie sich rasch.
Eine infektiöse Erkrankung des Auges führte zur Erblindung dieser Frau. Sie hatte
keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Die Krankheit hätte bei rechtzeitiger Therapie
Erfolg versprechend behandelt werden können.

Unter armen Menschen ist Lepra auch heute noch eine verbreitete Krankheit. Entgegen weit
verbreiteter Überzeugung ist Lepra aber kaum infektiös. Für einen Menschen mit
normalem Ernährungsstatus ist es beinahe unmöglich, sich mit Lepra zu infizieren.
Die Behandlung von Lepra erfordert die regelmäßige Verabreichung von Medikamenten.
In dieser abgelegen Gegend hat die alte Frau keinen Zugang zu medizinischer Versorgung.
Die MDH möchte ein festes Gebäude für die Gesundheitsstation in Kokotoni
errichten und die regelmäßige Durchführung von „Mobilen Sprechstunden“
in abgelegenen Gegenden von Kenia sicherstellen.
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Agnes Guyo in der Gesundheitsstation der MDH

Dorfbewohner warten auf Behandlung durch den Arzt

Sprechstunde unter einfachen Bedingungen

Team des Trawfiq Hospital bei der Ausgabe von Medikamenten


Lepra Patientin
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